Ungeheimes Labor

TEXT · GRAFIK · SINN (-volles und -loses)

Sie befinden sich auf der dauerhaft vorläufigen Netzpräsenz von *Prof. M. Leo, Spezialist für spezielle Spezifikationen u.v.m.
*Profandiagnostiker

Derzeitiges Forschungsgebiet ist die Fusion von differenzierten Kulturgebieten, unter anderem solche von literarischer und solche von grafischer Struktur.

Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass in Zukunft an dieser Stelle auf diesbezügliche Forschungsergebnisse, zum Zweck der kurativen Erfahrungsanhäufung, zugegriffen werden kann.

Der Experimentaufbau zeigt sich wie folgt:

  • Schriftgestelle,
    geschweißt und/oder genietet
    (enthalten zum Teil alkoholische Auszüge eines Hilfsphilosophen)
  • Grafiken, Malstücke, unbemannte Raumflüge
    in verschiedenen Formen und Farben (o.Abb.)
  • Frischkäse, doppelrahmstufe
  • Kunst, Kunst-Bruch im Vorteilspack
  • Ausgewählt Illustratives, grob geraffelt (Hinweis für Allergiker: Im selben Betrieb werden auch Karikaturen verarbeitet.)

Voraussichtliches Ergebnis: 2-Gesichtswursthydrochlorid, auch bekannt als »größter anzunehmender Unfall« | In diesem Sinne:

Herzlich Willkommen im ungeheimen Laboratorium für angewandte Sinnbilder und Sinnsorge, liebe Probanden!

Da der Forscher momentan hauptsächlich mit Explosionen beschäftigt ist, stehen leider keine Kapazitäten für Präsentationszwecke zur Verfügung.

Der Laborleiter prognostiziert jedoch für die Zukunft einen Anstieg der allgemeinen Präsenzinhalte. Sollten Sie sich beschweren wollen, nutzen Sie bitte das bereit gestellte Kontaktformular.
Herzliche Grüße, *Prof. m.leo

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I. Kaufsucht

"Konsum-Crescendo durch manipulative Substanzen im Trinkwasser"


[...] Prof. M. Leo: »Im Rahmen meiner Experimente können die Probanden vielfältigen Nebenwirkungen ausgesetzt sein. Kaufsucht wurde dabei nicht explizit festgestellt. Innerhalb der westlichen Gesellschaft zeigt sich jedoch ein überproportionaler Anstieg von Oniomanieerkrankungen. Vieles deutet darauf hin, dass regierungsnahe Wirtschaftsorganisationen Präparate zur Konsumförderung für ihre (widerwärtigen) kapitalistischen Interessen einsetzen.

Vermutlich leitet man die Substanz in die allgemeine Trinkwasserversorgung ein [...] Eine vollkommen unbedeutende wissenschaftliche Randgruppe deren Mitglieder sich zudem beim Anstehen in der Kantine vordrängeln, und dies nur am Rande: stinken wie Iltisse hat dagegen als Trägermedium des Manipulativs "Volumen-Shampoo" in Verdacht...«

Wer aller Warnungen zum Trotz weiterhin Trinkwasser zu sich nimmt, sei hiermit eingeladen, in Leos Panoptikum einzukaufen, dem Souvenir-Shop des Ungeheimen Labors (Der Kauf mehrerer Artikel ist angemessen, und kein Grund zur Sorge) .
Ein Gen-Gemüseladen, sowie ein Schimmelpilz-Verleih sind in Planung.
Vielen Dank, dass Sie die Wissenschaft unterstützen!

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II. Profilneurose

Was Werdegang und Herkunft des Forschers Leo betrifft, so ist man sich über gewisse Punkte - nein, über alle Punkte seiner Vita im Unklaren. Ja, selbst ob es sich um einen Ihn, eine Sie oder ein Es handelt, weiß man nicht mit Bestimmtheit zu sagen. Eigentlich weiß man nicht einmal, ob er/sie/es überhaupt ein Mensch ist. Mittlerweile ist man sich allerdings recht sicher, dass es sich bei Prof. M. Leo zumindest um ein Säugetier handeln muss. Eine Geburt ist also wahrscheinlich; wenn auch nicht zweifelsfrei belegt, geschweige denn datiert.

Theorie A erscheint wie ein Affront gegen die Natur, besticht aber durch seinen Unterhaltungswert: Demnach, so heißt es, wurde M. Leo während des 30jährigen Krieges gezeugt. Doch seine/ihre Mutter brachte ihn/sie/es erstaunlicherweise erst nach knapp 300jähriger Schwangerschaft, in den Herbstferien 1923, zur Welt. Die außergewöhnliche Reifezeit erklärt vielleicht seinen/ihren rumähnlichen Körpergeruch. Danach umrundete sie (die Mutter) übrigens als erste Frau den Globus in einem frisierten Waffeleisen, bevor sie sich 1933 am Mississippidelta mit einem Limonadengeschäft zur Ruhe setzte. Davon haben Sie sicher schon gehört. Wer kennt nicht den schönen Schulmerksatz: »19-drei-drei: beim Delta Süffelei«? Ja, so klein ist die Welt.

Theorie B steht Theorie A affrontmäßig in nichts nach und besagt der Forscher Leo sei das erste Lebewesen, welches man der neuen Evolutionslinie zuschreibe, die aus der Verbindung von Mensch und Superschwamm hervorgegangen sei; und dass Prof. Leo sich demzufolge am 05.10.1979 durch extreme Beschleunigung von Gen-Fragmenten selbst in einem Cognacschwenker erzeugt habe.

LEBENSLAUF von *Prof. M. Leo, im folgenden »er« genannt.

1986 - 1999Vermutlich Schulbildung. Anmerkung: Es existieren keine Angaben zur allgemeinen Schulbildung von Prof. M. Leo. Man geht davon aus, dass M. Leo diesen Bildungsweg beschritten hat, da Wissenschaftler dies üblicherweise tun, aber nicht gerne zugeben, dass es eine Zeit vor dem weißen Kittel gegeben hat. Vielleicht will er auch nicht jedermann wissen lassen, dass er im Turnunterricht immer den Ball an den Kopf bekommen hat.
1911-1912Besucht M. Leo die Bäckereifachschule Gieseking, weil er seiner Mutter versprochen hat den Konditor-Betrieb ihres Orthopäden zu übernehmen. Sein Fachgebiet, das Plunderteilchen, wird eine entscheidende Wendung in seinem Leben einleiten. Bei zufälliger Beschleunigung einiger (Plunder-)Teilchen, infolge eines Wutausbruchs, entdeckt er das Interesse an der Wissenschaft. Ab diesem Zeitpunkt zahlreiche Versuche zum idealen Verhältnis von Form und Gewicht der Flugkörper. Vorzeitige Beendigung der Lehre in beiderseitigem Einvernehmen.
Ab 1912 Diverse Aushilfstätigkeiten, jeweils Beendigung des Arbeitsverhältnisses nach unplanmäßiger Kollision von Flugkörpern.
Juni 1240 Zweieinhalbtägiger Versuch, ein geheimes Labor zu etablieren. Leo scheitert an dem Umstand, dass man geheime Labore nicht mit Flugblättern bewerben kann. Überhaupt gestaltet es sich schwierig im Mittelalter einen vernünftigen Grafiker zu finden.
Feb. 1853 -
Juni 1896
Studium der irreversiblen Schädigung von Zellstrukturen. Exmatrikulation wegen M. Leos Überzeugung vom Pazifikfischmus. Kurze Zeit später wird das Hochschulgebäude irreversibel überfischt.
1953 - 1956 Selbstständige Tätigkeit als antiautoritärer Fischer. Aufgrund der langen Wartezeiten erste Begegnung mit der Literatur.
Dez. 1956 Herausgabe des Ratgebers »Mut zum Fang! Fische lassen sich nicht bequatschen.«
2001 Es folgen erneut Versuche ein geheimes Labor einzurichten. Währendessen Aufnahme eines Grafik-Design-Studiums um davon abzulenken. Der Erfolg des Fisch-Bestsellers ermutigt Leo zur Teilnahme an einer Aufnahmeprüfung für Kulturfischjournalismus. Er wird zwar zum Studium zugelassen, entscheidet sich jedoch aufgrund der Toilettensituation dagegen.
2006 Nach 86 Semestern Abschluss mit dem Diplom. Auffliegen des geheimen Labors. Dunkle Phase.
2007 Um endlich wieder etwas sehen zu können, erfindet Prof. Leo, der seinen Titel im Dunkeln heimlich durch ein Fernstudium an einer Elite-Blinden-Uni erlangt hat, das Lichtschwert. Die Rechte an dieser Erfindung verkauft er 1965 an einen Filmstudenten und ärgert sich bis heute darüber.
1958 - 1962 Aufenthalt in einer Kapuze
1973 M. Leo fährt zu Kur nach Bad Reichenhall und verfasst während der Beschäftigungstherapie unter dem Pseudonym Mao Tsetung eine Abhandlung über die gesellschaftlichen Strukturen von Saunavereinen. Als sich herausstellt dass es noch jemanden gibt der so heißt, wird Leo zu einer Geldstrafe von 165 Zloty verurteilt. Erst die zufällige Begegnung mit Albert Einstein bei dessen Gemüsehändler kann den entmutigten Leo wieder zum Schreiben bringen.
Nov. 1989 Während der Mauerfall-Berichterstattung fasst Leo den Entschluss zur Verschmelzung von Prosa, Grafik und Astralkörperikebana. Es folgen wieder Versuche zum idealen Verhältnis der Flugkörper. M. Leo verliert seine 3-Zimmer-Wohnung und muss vorübergehend in einer Werbeagentur übernachten. Leo wird abhängig von Designseifenschalen und Zwiebelbrot.
Sommer
1090
Prof. Leo findet sich, infolge seiner bewusstseinserweiternden Zwiebelbrot-Erfahrungen, nur mit einem Teesieb bekleidet, auf einer einsamen Insel wieder. Er ernährt sich von Johannesbären und nutzt die Zeit, seine legendäre Weisheit zusammenzumeditieren, bis er von einem Sachbearbeiter der BA dabei gestört wird.
1934 Dreijährige Weiterbildung in atomarem Sprengkopfhäkeln; ein vom Arbeitsamt angeordnetes Berufsförderungsprogramm. Bevor M. Leo am ersten Arbeitstag hinter der Frischetheke des iranischen Supermarkts Njahuidar einen Nervenzusammenbruch bekommen kann, führt der Bundeskanzler Helge Schneider endlich das bedingungslose Grundeinkommen ein.
1986 Nobel-Hockendorf-Preis für wahnsinnige Größe.
1994-1996 Auslandslehrtätigkeit an der Universität Yaleowicz auf Beteigeuze.
1956 Herausgabe des Plunder-Almanachs
1980-1999 Veröffentlichung versch. Wissenschaftlicher Artikel in tollen und doch seriösen Magazinen.
2001 Ferdinand-Zumse-Preis für große Wahnsinnige
2002 Wieder viele Preise.
2009 Geschäftsidee des UNgeheimen Laboratoriums. Mit dem UN klappt es nun viel besser. Bis auf Weiteres Glückseligkeit.

Die Theorie »Prof. Leo und Mr. Hyde« ein Duo?

Einige Indizien haben die Frage aufkommen lassen, ob es sich bei Prof. Leo um mehr als eine Person handeln könnte. Warum bestellt er** jedes Mal zwei Flaschen Bier? Wieso verlangt er** immer einen Extra-Teller? Weshalb spricht er** von sich im Plural? Die Vermutung ist durchaus berechtigt. Schließlich gibt es diverse Arbeitsgemeinschaften dieser Art, und zu Recht bezweifelt man den Ursprung eines dermaßen hohen Genialitätsaufkommens in einem einzigen Individuum.

Man kennt das Gerücht, nachdem es sich bei M. Leo tatsächlich um ein schizophrenes Zwillingspaar handeln könnte, dass sich beim Tennis kennen gelernt hat. Was für ein Blödsinn. Hier bestätigt sich wieder einmal, dass man Gerüchten keinerlei Beachtung schenken sollte. Natürlich hat sich Prof. Leo selbst beim Minigolfen kennen gelernt. Tennis! Streitigkeiten zwischen den Partnern könnten ein Grund dafür sein, dass von Prof. M. Leo nur selten neue Werke veröffentlicht werden. Haben sie also etwas Geduld.

** er/sie/es/wir/Ihr/sie

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III. Kontaktallergie

Wissenschaftlichen Kommentaren, Forschungsaufträgen und Anfragen von externen Laborgemeinschaften steht *Prof. Leo aufgeschlossen gegenüber:

CONTACT

Ungeheimes Laboratorium
email: post@ungeheimeslabor.de
Prof.* M. Leo
Salatbar 51
54196 Yoghurt-Dressing

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